Um die Kernziele des Lebensmittelrechts – also den Gesundheitsschutz, den Täuschungsschutz sowie eine ausreichende Verbraucherinformation – realisieren zu können, braucht es zum einen eine schlagkräftige Lebensmittelüberwachung, die in der Lage ist, lebensmittelrechtliche Verstöße adäquat zu ahnden und zum anderen eine Kontrollinstanz zur Überprüfung dieser Ahndungen, also eine funktionierende Justiz. Vor Gericht können neben den amtlichen Beanstandungen ebenso „private Reklamationen“ von Wettbewerbern, Handelspartnern, Nicht-Regierungsorganisationen oder Endverbrauchern landen.
Viele – auch bahnbrechende – Auseinandersetzungen ziehen sich mitunter jahrelang unter Einbeziehung des Europäischen Gerichtshofs durch sämtliche Instanzen.
Die vorliegende Publikation zeigt einen kleinen Auszug von Entscheidungen aus unterschiedlichen Themenbereichen, wie etwa der Kennzeichnung, der Verwendung von Claims zur Gesundheit (Health Claims) oder der Umwelt (Green Claims), der Verbraucherinformation, dem Gesundheitsschutz, dem Wettbewerbsrecht und zum gewerblichen Rechtsschutz.