Einsamkeit - Wie Sie Vereinsamung erkennen – und gezielt gegensteuern

Kapitel auf einen Blick

Brigitte Miller

Alleinsein. Allein durch Trennung und/oder Tod des Partners. Allein, weil die Kinder mobil sein müssen und weit entfernt leben und arbeiten. Allein durch eigene Krankheit und Gebrechlichkeit, aber auch, weil der/die PartnerIn gepflegt werden muss. Allein in der eigenen Wohnung. Allein vor dem TV. Allein beim Essen. Ein Trend, der immer mehr zunimmt – mit all seinen Folgen. Auch der Einsamkeit, gerade der Einsamkeit im Alter.

Auch Ihre PflegekundInnen sind betroffen. Ob Sie nun bei Ihnen in der Pflegeeinrichtung wohnen oder von Ihrem ambulanten Pflegedienst bei der Pflege durch den Ehepartner unterstützt werden. Einsamkeit hält Einzug. Vielleicht wurde durch den Umzug in die Pflegeeinrichtung das soziale Netz „verletzt“ – und nur wenige Freunde kommen zu Besuch. Vielleicht beansprucht die Pflege des Ehepartners so viel Zeit und Energie, dass keine mehr übrigbleibt, um soziale Kontakt zu pflegen. Vielleicht erschwert die persönliche Gebrechlichkeit den Kontakt nach außen. Vielleicht, aber auch, werden ältere Mitmenschen und Hochbetagte in einer Welt, die immer schneller, individualisierter, digitaler wird und am Jugendkult, gar Jugendwahn festhält, gerne „übersehen“.

Die Ursachen der Einsamkeit sind in jedem Falle vielschichtig. Die Auswirkungen für den Einzelnen allerdings auch: Körperlich, mental und emotional-seelisch. Auswirkungen, die somit eindeutig Ihre Pflege betreffen, gar vieles erschweren und verschlechtern können. Deshalb darf Einsamkeit im Alter auch ein Thema für Sie, Ihre Pflegeeinrichtung und Ihr Pflegeteam werden. Erhöhen Sie gemeinsam Ihre Sensibilität. Bieten Sie Unterstützung und – ganz wichtig – fördern Sie den Kontakt.

Beitrag als PDF laden